Änderungen bei den Versicherungen ab 2012

Wie in jedem Jahr stehen auch am Jahreswechsel 2011/2012 einige Änderungen ins Haus – wobei vor allen Dingen die Versicherungswirtschaft in diesem Jahr von enormen Veränderungen betroffen ist. Genannt werden in diesem Zusammenhang stets drei Änderungen, wobei eine dieser Änderungen streng genommen nicht zum Jahreswechsel 2011/2012, sondern erst zum Jahreswechsel 2012/2013 vollständig umgesetzt wird. Die Änderungen sind:

  1.  Absenkung des Garantiezinses bei kapitalgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen von 2,25 auf 1,75% pro Jahr
  2.  Hochstufung des frühesten Rentenbeginns bei staatlich geförderten Rentenprodukten vom 60. auf das 62. Lebensjahr
  3. Einführung von Unisex Tarifen, bei denen Männer und Frauen versicherungstechnisch gleichgestellt werden (tritt erst zum Jahreswechsel 2012/2013 in Kraft)

Welche Änderung ist 2011/2012 die Wichtigste?

Der wohl wichtigste Punkt für die Anleger ist die Absenkung des so genannten Garantie- oder auch Rechnungszinses in der Lebensversicherung. Bei diesem Wert handelt es sich um den Zins, den eine Versicherung den Besitzern einer kapitalgebundenen Versicherung auf jeden Fall zahlen muss. Sollte dies nicht möglich sein, ist die Versicherung faktisch pleite und wird abgewickelt. Sämtliche Versicherungsverträge sind jedoch keinesfalls wertlos, sondern werden von Protektor, einer Auffanggesellschaft der Versicherungswirtschaft übernommen. Protektor zahlt dann jedoch lediglich den Garantiezins weiter, da hier keinerlei Gewinne erwirtschaftet werden. Zudem kann Protektor die Kunden auch wieder an andere Gesellschaften abgeben, die den Vertrag dann ganz normal, auch mit Überschüssen weiterführen.

Die Absenkung des Rechnungszinses findet seine Ursache in der Absenkung des allgemeinen Zinsniveaus durch die Europäische Zentralbank. Auch für die Versicherungen wird es immer schwerer, sich vernünftig zu refinanzieren. Zinsen von 2,25% sind daher oftmals nicht zu halten, was die Absenkung auf 1,75% zur logischen Konsequenz macht.

Für wen ist das Heraufsetzen des Rentenalters wichtig?

Das Hochsetzen des frühestmöglichen Rentenalters bei staatlich geförderten Rentenverträgen ist ebenfalls eine logische Konsequenz, denn erstens werden die Menschen immer älter und zweitens ist auch das Beginnalter für die Regelaltersrente in den letzten Jahren nach oben angepasst worden.

Fazit: Wer eine Rentenversicherung mit hohem Rechnungszins von 2,25% und zudem die Möglichkeit der Kapitalentnahme mit dem 60- Lebensjahr haben möchte, der sollte unbedingt die Gunst der Stunde nutzen und noch schnell in 2011 einen Vertrag abschließen. Nur auf diese Weise kann man sich als Kunde noch sämtliche Vorteile der aktuellen Gesetzgebung sichern.
Sicherlich, auch ab dem 01.01.2012 werden noch Lebens- und Rentenversicherungen abgeschlossen werden, diese werden jedoch keinesfalls mehr über die Vorteile von heute verfügen. Die Verfügung ab 60. ist jedoch nur für Riester- und Rürupverträge überhaupt interessant, da man reine Privatverträge zu jedem beliebigen Datum enden lassen kann.

(Redaktion)

Die Berufsunfähigkeitsversicherung: völlig unterschätzt, aber eminent wichtig

Man ist jung, gesund, denkt vielleicht mit halbem Herzen an die Rente und die finanzielle Situation – gegen die man sich wappnen kann mit staatlicher Rente und Altersvorsorge. Was aber, wenn diese „Rente“ viel früher eintritt als geplant, weil man nämlich nicht mehr arbeiten kann?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen! In einer Statistik hat die Deutsche Rentenversicherung folgende Zahlen gefunden: Jeder vierte Berufstätige wird vor Berufsbeginn arbeitsunfähig mit der Folge gravierender Einkommenseinbußen!

Durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung das Risiko des finanziellen Ruins minimieren

Vier Gründe nennt die Statistik für den unfreiwilligen vorzeitigen Eintritt in die Rente: Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Beschwerden, Schäden an Muskeln und Knochen. Wer in eine dieser Situationen gerät, sollte nicht noch gegen finanzielle Probleme zu kämpfen haben, doch ist genau das oft der Fall. Wer nach dem 1. Januar 1961 geboren wurde, erhält nur noch eine Erwerbsminderungsrente in Höhe von 30 Prozent des letzten Bruttolohnes und auch das nur unter der Voraussetzung, dass man nicht einmal mehr drei Stunden am Tag arbeiten kann. Die Lücke kann also nur durch eine entsprechende Versicherung geschlossen werden.

Wie die Dortmunder Versicherung „Continentale“ herausgefunden hat, denkt kaum ein Beschäftigter an eine mögliche Berufsunfähigkeit. Laut einer Studie erkennen nur 13 Prozent der Befragten überhaupt, dass das Risiko existiert. Zu befürchten ist, dass die meisten Menschen einem Trugschluss aufsitzen (um genau zu sein, sind es 65 Prozent): Nicht dass sie berufsunfähig werden, schätzen sie unrealistisch ein, sondern glauben, dass sie durch eine Altersvorsorge und eine sowieso existierende Unfallversicherung genügend abgesichert seien. Das aber kann sich als schlimme Fehleinschätzung erweisen, denn nur rund fünf Prozent aller Unfälle führt in eine Berufsunfähigkeit!

(Redaktion)

Vorsorge fürs Alter: Gold statt Lebensversicherung ist mit Vorsicht zu genießen

Banken und Versicherungen stehen unter Generalverdacht: Alle Produkte, die die Zukunft betreffen, ihre Sparpläne, Lebensversicherungen und Portfolios sind mit der Euro-Schuldenkrise ins Rampenlicht gerückt. Und weil die Institutionen mit nicht Greifbarem handeln, nämlich mit Papierwerten und Versprechungen, fühlen sich die Anleger verunsichert: „Wird meine Anlage in fünfzehn Jahren das leisten können, was mir bei Abschluss versprochen wurde?“, lautet die bange Frage. Für die wenigsten Sparer und Anleger ist der Ausgang der Bankenkrise absehbar, also disponieren sie um in Sachwerte. Ganz vorne dabei: Grundstücke und Gold.

Gold ist eine problematische Anlageform

Der unschätzbare Vorteil von Gold: Man kann es sehen, anfassen und seinen Wert unmittelbar erfahren. Demgegenüber stehen massive Nachteile, wenn man Gold als Anlageform ins Auge fasst.

Gold ist sperrig, es muss gesichert verwahrt werden. Das übernehmen Banken in ihren Tresoren, damit aber fallen Depotgebühren an.

In Krisenzeiten suchen Anleger ihr Geld in Sachwerte umzuschichten, die Nachfrage lässt die Preise steigen. Gold ist zur Zeit sehr teuer. Ob aber das Gold in der Zukunft eine Rendite erwirtschaften sprich: ob es mit Gewinn wieder verkauft werden kann, bezweifeln nicht wenige Analysten.

Es gibt allerdings auch gegenteilige Einschätzungen. Robert Hartmann, Chef des Handelshauses pro aurum, hat in einem Interview mit dem Manager Magazin eine Lanze für das Gold als Anlageform gebrochen – auch noch zum jetzigen Zeitpunkt.

Auch er sieht den Goldpreis als historisch hoch – hält allerdings mit seiner Erfahrung dagegen, dass die Masse der Anleger das Gold für sich noch nicht entdeckt habe. Wer also heute dennoch in den Goldkauf einsteige, könne mit einer guten Entwicklung des Goldpreises für die nächsten drei Jahre rechnen.

(Redaktion)

Die Künstlersozialkasse: ein Segen für die oft nur unzureichend abgesicherte Berufsgruppe

Das Gesetz über die Sozialversicherung für Künstler und Publizisten (KSVG) wurde von der damaligen Bundesregierung im Jahr 1981 verabschiedet. Als Künstler gelten Musikschaffende oder in der darstellenden und bildenden Kunst tätige Menschen; zu den Publizisten zählen unter anderem Journalisten und Schriftsteller. Seit 1983 nun müssen sich freiberufliche Künstler versichern und in die Krankenversicherung, die Pflegeversicherung und in die Rentenversicherung einbezahlen. Motiv für das Gesetz war die oftmals unzureichende finanzielle Situation von Menschen in kreativen Berufen. Erst durch dieses Gesetz ist es vielen Menschen möglich, ihrem Berufswunsch nachzugehen.

Wie das Künstlersozialgesetz umgesetzt wird

Die Beiträge zu den Sozialversicherungen bezahlen die bei der Künstlersozialkasse Versicherten an ihre Krankenkasse. Die Höhe der Beiträge bemisst sich nach ihrem prognostizierten Einkommen; das heißt: Die Versicherten melden zum Ende eines Jahres ihr voraussichtliches Einkommen fürs Folgejahr. Von den nun fälligen Beiträgen muss der Versicherte 50% an seine Krankenkasse abführen, die andere Hälfte übernehmen die sogenannten „Verwerter“ der künstlerischen Leistung und der Bund mit einem Zuschuss. Zur Zeit (Dezember 2011) liegt die Höhe der Eigenleistung für einen Versicherten bei etwa 160 Euro pro Monat, bezogen auf ein gemeldetes zu versteuerndes Einkommen von 10.000 Euro.

Grundsätzlich hat das KSVG für eine bessere Situation bei den freien künstlerischen Berufen geführt. Ein Problem allerdings verbirgt sich im Begriff „Jahreseinkommen“: Es muss vorab gemeldet werden, kann aber unter Umständen großen Schwankungen unterliegen durch Auftragseinbußen oder verbesserte Auftragslage. Tritt diese Situation ein, kann der Versicherte seine Einkommenserklärung anpassen; ab dem Folgemonat werden die dann korrigierten Beiträge fällig. Über die Aufnahme in die Künstlersozialkasse entscheidet ein Prüfungsverfahren.

(Redaktion)

Zahnzusatztarife – Auf die Leistung achten

Immer mehr Bundesbürger schützen sich mit einer Zusatzversicherung vor einem hohen Eigenanteil bei der zahnmedizinischen Versorgung.-Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen(djd). “Zahnzusatzversicherungen sind sinnvoll für Kassenpatienten, die die zusätzlichen Kosten für teuren Zahnersatz wie Kronen oder Brücken in höherwertiger Ausführung nicht alleine tragen wollen.” Zu diesem Ergebnis kommen die Verbraucherschützer von “Finanztest” (Heft 01/2011) in einer Analyse von privaten Zusatzpolicen. Die gesetzliche Kasse zahlt immer nur einen festen Zuschuss, der vom zahnmedizinischen Befund abhängt. Lässt sich ein Patient etwa ein Implantat einsetzen, so kann der privat zu zahlende Teil der Rechnung nach Berechnungen von “Finanztest” schnell 2.000 Euro betragen.

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Nur bis Ende des Jahres können Riester-Sparer die Zulagen für 2009 beantragen

(djd). Viele Riester-Vorsorger stellen ihren Antrag für die staatlichen Zulagen gar nicht oder nicht richtig und verschenken so jedes Jahr enorme Summen. “Dabei sollten Riester-Sparer nicht auf den Zuschuss verzichten, denn sie profitieren vom Zinseszinseffekt”, erklärt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment. Erling rät deshalb allen Sparern, bereits bei Vertragsabschluss einmalig einen Dauerzulagenantrag zu stellen. Dann beantragt der Anbieter die Zulagen jedes Jahr automatisch. “Der Aufwand ist gering und so wird keine Frist mehr versäumt”, meint Erling. (weiterlesen …)

Zulagen machen die Riester-Vorsorge so lukrativ

So "vermehren" sich die staatlichen Riester-Zulagen im Laufe der Jahre: Aus knapp 20.000 Euro sind dank des Zinseszinseffekts bis zum Rentenbeginn mehr als 62.000 Euro geworden.-Foto: djd/Union Investment(djd). “Ist der Papierkram wirklich nötig?” So denken offenbar viele Riester-Vorsorger und stellen ihren Antrag für die staatlichen Zulagen gar nicht oder nicht richtig. Das Ergebnis: Die Deutschen verschenken jedes Jahr enorme Summen. Für das Zulagenjahr 2008 waren dies 1,3 Milliarden Euro, wie aus einer aktuellen Studie der Fondsgesellschaft Union Investment hervorgeht. “Dabei sollten Riester-Sparer auf keinen Fall auf den geschenkten Zuschuss verzichten. Besonders am Anfang einer Sparphase zählt jeder Euro, denn Anleger profitieren vom Zinseszinseffekt”, erklärt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment, die mit rund 1,9 Millionen Riester-Fondssparplänen die meisten Verträge in Deutschland verwaltet.

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Abnehmen mit Versicherung

Ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 35 spricht man von krankhaftem Übergewicht. Die Zahl der Bundesbürger, die davon betroffen sind, hat in den letzten gut zehn Jahren drastisch zugenommen.-Foto: djd/Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 1999-2009(djd). Abnehmen möchten viele Menschen. Dabei geht es nicht immer um das Aussehen – für einige steht die Gesundheit auf dem Spiel. Bei krankhaftem Übergewicht, ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 35, können Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Herzinfarkt drohen. Hier kann eine Operation helfen, etwa die Implantation eines Magenbandes, die Bildung eines Schlauchmagens oder das Setzen eines Magenbypasses. (weiterlesen …)

Heute schon für morgen sorgen

Die jüngeren Bundesbürger wissen, dass sie die drohende Rentenlücke im Alter durch private Vorsorge schließen müssen.-Foto: djd/DEVK(djd). Vor allem den jüngeren Bundesbürgern ist sehr bewusst, dass die gesetzliche Rente künftig nicht mehr ausreichen wird, um den finanziellen Bedarf im Alter zu decken. Das ergab eine aktuelle Umfrage der DEVK Versicherungen. Demnach glauben immerhin noch 48 Prozent der über 60-jährigen Bundesbürger, dass sie ihren Lebensstandard im Alter allein durch ihre gesetzliche Altersrente halten können. Diese Zuversicht nimmt ab, je jünger die befragten Menschen sind: Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es nur noch 23 Prozent, die sich auf die gesetzliche Rente verlassen wollen.

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Riester-Renten sind eine nützliche Geschenkidee für Kinder

"Ich will keine blöden Geschenke - ich will einen Riester-Vertrag!" Eine Riester-Rente für Kinder kann eine sinnvolle Alternative zu den üblichen Präsenten sein.-Foto: djd/Union Investment(djd). Tim und Julia haben viele schöne Kuscheltiere und Strampelanzüge zur Geburt des kleinen Emils geschenkt bekommen. Doch Angehörige wollen meist nicht nur etwas Schönes, sondern auch etwas Nützliches schenken. Die Riester-Rente für Kinder ist beispielsweise eine sinnvolle Alternative zu den üblichen Geschenken. Besonders eignet sich ein Riester-Fondssparplan, der bei Berufseintritt von den Kindern übernommen werden kann. Hier zahlen Angehörige einen monatlichen Betrag ein. Da das Kind nicht erwerbstätig ist, wird der Vertrag zwar nicht vom Staat durch Zulagen gefördert. Trotzdem macht der Abschluss Sinn, denn die gesetzlichen Rahmenbedingungen gelten auch für ungeförderte Riester-Verträge. “Während der Ansparphase fallen keine Steuern an. Das Kapital muss erst bei Auszahlung versteuert werden”, betont Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei der Fondsgesellschaft Union Investment.

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